VERKEHRSWERTGUTACHTEN

Das Verkehrswertgutachten enthält eine detaillierte und besonders ausführliche Beschreibung der Lage, des Grundstücks, der Aufbauten sowie der rechtlichen Gegebenheiten. Diese ausführliche Wertbestimmung findet nicht zuletzt auch vor Finanzbehörden und Gerichten Verwendung. 

Ziel ist es einen marktgerechten Preis für das entsprechende Objekt nach den Wertermittlungsrichtlinien 2006 bezogen auf den § 194 Baugesetzbuch* (BauGB) zu ermitteln.

 

Mit dieser gewonnenen Klarheit über den Verkehrswert Ihres Objektes, haben Sie sich ein Fundament geschaffen mit denen Sie in aller Gelassenheit in die Kauf- bzw. Verkaufsverhandlungen einsteigen können. Sie müssen immerhin einer Flut von Argumenten standhalten, die nur den Zweck der Preisreduktion verfolgt.

So kann eine Wertermittlung als marktgerechte Prognose gesehen werden, die den zu erwartenden Preis für die Immobilie widerspiegelt ohne ungewöhnliche [z.B. ein Käufer möchte ein Haus um jeden Preis haben (Liebhaberobjekt)] oder persönliche Verhältnisse [z.B. das Haus muss schnellstmöglich verkauft werden (der Preis würde natürlich stark sinken)] zu berücksichtigen.

 

Es muss nicht immer eine Veräußerung des Objektes stattfinden, um den Marktwert (fair value) zu ermitteln, z.B. bei Erbauseinandersetzungen ist die anteilige Ausschüttungssumme für die Miterben einer Erbengemeinschaft zu ermitteln, ohne das ein Verkauf stattfinden soll. Ein weiteres Beispiel stellt die Vermögensübersicht dar.

KURZGUTACHTEN

Ein Kurzgutachten ist die preisgünstige Alternative zum ausführlichen Verkehrswertgutachten.

Die Gutachtenerstellung erfolgt selbstverständlich ohne Beeinträchtigungen in der Qualität. Auf ausführliche Beschreibungseinheiten wird hierbei verzichtet. Im Fokus steht die Wertermittlung. Das Kurzgutachten dient Käufern und Verkäufern einer Immobilie als eine aussagekräftige und damit hilfreiche Grundlage bei Kauf- oder Verkaufsentscheidungen sowie bei Finanzierungsgesprächen mit Banken und Kreditinstituten.

Die Erstellung eines Kurzgutachtens ist immer dann sinnvoll, wenn eine Verwendung vor Gericht oder den Finanzbehörden nicht notwendig bzw. keine Konfliktsituation (z.B. Auseinandersetzung im Zusammenhang mit Erbsituationen oder Scheidung) gegeben ist. Als Vorlage bei öffentlichen Ämtern (z. B. beim Finanzamt oder Nachlassgericht) ist das Kurzgutachten aufgrund des deutlich reduzierten Beschreibungsumfangs gegenüber eines ausführlichen Verkehrswertgutachtens jedoch nicht geeignet.

 

Bei einem Kurzgutachten werden sämtliche wertrelevanten Informationen wie bei einem Verkehrswertgutachten eingeholt:

  • Einholung eines aktuellen Bodenrichtwertes beim Gutachterausschuss
  • Überprüfung der wertrelevanten Rechte und Belastungen im Grundbuch
  • Abklärung der baurechtlichen Festsetzungen, z. B. im Bebauungsplan
  • Baulastenanfrage
  • Einholen einer Erschließungs- und Anliegerkostenbescheinigung
  • ggfs. Denkmalschutzanfrage
  • ggfs. Altlastenanfrage